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Eine Skulptur für die Konfirmationsstadt

Dem Verein zur Förderung der Konfirmationsstadt stehen nach einem Künstlerwettbewerb zwei Entwürfe für eine Skulptur zur Verfügung. Welche von beiden künftig repräsentativ auf dem Paradeplatz vor der Schlosskirche aufgestellt wird, muss noch entschieden werden. Ziel ist es, an den Ursprung der Konfirmation in Ziegenhain zu erinnern. In der heute nicht mehr vorhandenen Vorgängerkirche hat eine der ersten Konfirmationen, wenn nicht die erste Konfirmation überhaupt stattgefunden. Für geschichtlich Interessierte und alle Konfirmierten und zu Konfirmierenden eine echte Sensation. Thematische Stadtführungen können zukünftig an der Skulptur ihren Anfang nehmen. Zum Erzählen der bedeutenden Geschichte haben sie dann einen greifbaren und begehbaren Ort bekommen. Ein Thema, das in Ziegenhain zwar eine erinnernswerte historische Bedeutung aber bisher keine Anschauung hat, wird endlich sichtbar.
Zur Geschichte: Im Herbst 1538 wurde in einer kirchlichen Versammlung im Ziegenhainer Schloss der von dem Straßburger Reformator Martin Bucer erstellte Entwurf einer Kirchenordnung für die Landgrafschaft Hessen beraten und verabschiedet, die im Frühjahr 1539 rechtsgültig wurde. In dieser Kirchenordnung wurde das Amt der Kirchenältesten -heute würde man sagen des Kirchenvorstandes- eingeführt, und es wurde die Konfirmation beschlossen als eine Feier für Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenenalter. Nach einem Unterricht über den christlichen Glauben konnten sich die Mädchen und Jungen nun selbst zu ihrer Taufe bekennen und zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen.
Das geschichtliche Ereignis hat nun Formen bekommen. Einer der beiden Entwürfe stammt von Lutz Lesch, Bildhauer aus Schwalmstadt-Treysa, der in der Stadt schon verschiedene Kunstwerke realisieren konnte, so auch den Soldaten am südlichen Zugang zur Festung. Der andere Entwurf wurde von der Bildhauerin Karin Bormann-Roth aus Grebenstein gestaltet. In der Region Kassel sind aus ihrer Hand etliche Kunstwerke zu sehen, zuletzt entstanden ist eine Skulptur im Klosterhof Helmarshausen zur Tradition der mittelalterlichen Buchmalerei.
In ihrer jeweiligen Herangehensweise an das Thema sind zwei Darstellungen entstanden, die nun einen Monat lang der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen, um schließlich zu einer Entscheidung zu kommen.
Beide Entwürfe stehen ab dem 01.09.2020 im Eingangsbereich der Neuen Wache am Paradeplatz in Ziegenhain der Öffentlichkeit zur Ansicht zur Verfügung. Besucherinnen und Besucher können sich dort in einem Buch zu den Entwürfen äußern und für das ihnen jeweils besonders interessant und umsetzenswert erscheinende Kunstwerk votieren, gerne auch mit begründenden Kommentaren.
In einer Mitgliederversammlung am 29.09.2020 ab 20 Uhr in der Ziegenhainer Schlosskirche werden schließlich die Mitglieder des Vereins um ihr Votum gebeten. Wer noch Interesse an einer Mitgliedschaft hat, kann sich auf dieser Seite den entsprechenden Mitgliedsantrag herunterladen und an uns versenden.
Die Finanzierung des Kunstwerkes soll über einen Sockelbetrag der Stadt hinaus aus Spenden und möglichen Fördermitteln gelingen. In Auftrag gegeben werden kann das Kunstwerk, sobald die Finanzierung sichergestellt ist.

Möchten Sie sich an der Abstimmung online beteiligen? Dann übermitteln Sie uns bitte per E-Mail Ihren Favoriten.
Die Abstimmungsmöglichkeit endet zum 29.09.2020.

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